Es gibt zwei Arten von Menschen, die Badewasser einlaufen lassen:
Die einen stellen auf ganz heiß und lassen das Wasser laufen, wissend, dass sich das kalte Wasser vom Anfang mit dem heißen am Ende vermischt und die Temperatur schon ungefähr hinkommt.
Die anderen warten, bis das heiße Wasser kommt, und stellen ihre Wunschtemperatur ein, bevor sie den Stöpsel reinmachen.
Was sagt das über die Menschen aus?
Keine Ahnung – ehrlich gesagt. 😉
Mir fiel letztens nur auf, dass es da zwei Taktiken gibt – und ich fand die Frage spannend. Auch habe ich mich direkt gefragt: „Was würde wohl ChatGPT aus dieser Frage machen?“.
Das ist das Ergebnis:
Typ A: „Ganz heiß, Stöpsel rein, das mittelt sich schon.“
Diese Person denkt eher systemisch und ergebnisorientiert. Sie muss den Prozess nicht in jedem Moment kontrollieren, solange sie abschätzen kann, wo er endet. Das kalte Anfangswasser ist kein Fehler, sondern Bestandteil der Rechnung. Dahinter könnten eine höhere Toleranz für zwischenzeitlich suboptimale Zustände, Vertrauen in Erfahrungswerte und eine gewisse Bereitschaft zur Improvisation stecken. Im Extrem: „Ich muss nicht jeden Schritt optimieren, wenn das Gesamtergebnis stimmt.“
Typ B: „Erst richtige Temperatur einstellen, dann Stöpsel rein.“
Diese Person denkt eher prozess- und kontrollorientiert. Sie möchte von Anfang an nur den gewünschten Zustand ins System lassen. Das kalte Anfangswasser wird als vermeidbare Abweichung betrachtet. Dahinter könnten stärkeres Bedürfnis nach Vorhersagbarkeit, Genauigkeit und unmittelbarem Feedback stecken. Im Extrem: „Warum sollte ich einen bekannten Fehler ins System einbauen und darauf hoffen, dass er sich später ausgleicht?“
A steuert das Ergebnis. B steuert den Prozess.
Aha!
Meine Hypothese dazu lautet eher: „Da hat sich wahrscheinlich noch nie einer Gedanken zu gemacht“. Wahrscheinlich übernimmt man einfach die Methode, die einem mal vorgemacht worden ist. Da aber klassische KIs bei einer solchen Frage, ohne veröffentlichte Untersuchung, die Variable „Denkt man (als Mensch) nicht drüber nach“ nicht kennt, wird sofort Kategorisiert.
Wenigstens mit dem Hinweis „kein psychologisch validierter Persönlichkeitstest“. Trotzdem lassen sich (laut Chat GPT) daraus plausible Hypothesen ableiten.